Nathan Katz lu par Aimé Schmitt

Aimé Schmitt

Le comédien Aimé Schmitt, du Théâtre Alsacien d’Helfrantzkirch, lit pour nous des poèmes de Nathan Katz. L’enregistrement a été effectué en septembre 2020 par Jean-Louis Spieser, traducteur de deux de ses plus grandes œuvres, Annele Bathasar et le Galgenstüblein.

L’ensemble de ces poèmes ont été publiés en deux volumes bilingues aux Éditions Arfuyen (L’Œuvre poétique I, Paris-Orbey, avril 2001, et L’Œuvre poétique II, septembre 2003). Nous les remercions de nous avoir autorisés à reproduire ici, pour une meilleure écoute, le texte alsacien de ces poèmes ainsi que certaines traductions (© Éditions Arfuyen, Paris-Orbey, 2001 et 2003)..

AM CHILCHOF

Am Chilchhof / Au cimetière

I bi am Chilchhof dure hit / Un ha die chalti Stei dert gseh, / Die besi chalti Totestei. / I ha die alti Chritzer gseh, / Wu d’ Wirem drinne nage, / Dert in de Aschtere steh. –

J’ai traversé aujourd’hui le cimetière / et j’y ai vu les pierres glacées, / les pierres mauvaises des morts. / Debout parmi les asters, / j’y ai vu les vieilles croix / que rongent à l’intérieur les vers.

Jà, d’ Zit, si läuft, un d’ Zit vergeht ; / Am Chilchhof warte d’ Gräber scho. – / Die schwäri chalti Totestei / Stehn o n emol üf äiserem Grab ; / Do in dà nass chalt Bode / Wird mr is abeloh. –

Oui, le temps va, le temps s’en va ; / déjà nos tombes attendent au cimetière. / Les lourdes pierres, les pierres glacées des morts / se dresseront un jour aussi sur nos tombes ; / dans cette froide, dans cette humide terre, / ici, on nous fera descendre.

Ching, gschpirsch’s nit, wie n i um di lid / Un wie n i doch so gàrn di ha ! / Scho warte n üf is d’ Totestei. – / Weisch’s, jedi Stung verlore n isch, / Wu mr si nit erfrait het, / E lieb güed Wort het gàh.

Mon enfant, sens-tu pour toi comme je souffre, / sens-tu comme je t’aime ! / Déjà nous attend la pierre des morts. / Sais-tu : c’est une heure perdue / celle qui a été sans joie, / celle qui n’a donné / un mot de bonté, un mot d’amour.

(Trad. Gérard Pfister)

E LIEDLE AN DR WAGLE

E Liedle an dr Wagle / Berceuse

Schlof mi Ching, / Schlof jetz scheen i ! / Schnee ligt dusse jetz, Schnee iber – iberall ; / Ganzi Rudle Wildsäi läufe n im Wall. / Schlof jetz scheen, / Schlof !

Dors mon enfant / Bien doucement. / La neige tombe et couvre tout. / Les sangliers courent par bandes dans les bois. / Dors mon enfant, / Dors.

Alles isch dick un wiss züegschnäit. / Alli aremi Tierle sin so ibel jetze dra : / Wie sie schnattere tien im Wing un chalt tien ha ! /   Schlof jetz scheen, / Schlof !

La neige épaisse couvre tout, / Et les pauvres petites bêtes / Frissonnent dans le vent d’hiver. / Dors mon enfant, / Dors.

Si hai d’ ganzi langi Nacht kä Rüehj, / O, wie si bschtàndig trample n un ummeläufe mien, / Ass ene ihri Beinle nit verfriere tien. / Schlof jetz scheen, / Schlof !

Elles ne peuvent dormir de toute la nuit ; / Elles courent par les bois et frappent la terre / Pour que leurs petites pattes ne gèlent point. / Dors mon enfant, / Dors.

(Trad. Jean-Paul de Dadelsen)

MR CHÄNNT D’EWIGKEIT VERSTEH

Mr chännt d’ Ewigkeit versteh / On pourrait comprendre l’éternité

Mr käie äiser Some in’s Fàll ; /Aber ass er wachst, / Das steht iber äiserer Chraft,

Nous jetons la graine dans les champs ; / Mais qu’elle pousse, / Cela dépasse nos forces.

Das isch’s, wu so unbegriflig isch fir eim: / Das grosse Làbe, / Wu alles wird drin ? / Wu alles dri ine stirbt, / Wu mr emol ganz drin üfgange sin, : Wenn iber äiser Grab dr Luft geht, / Dur d’lebàndigi grieni Häg dure. – /

C’est cela qui pour nous est si incompréhensible : / La puissante vie, / Dans laquelle tout pénètre, / Tout meurt, / Dans laquelle un jour pour de bon nous retournons, / Quand l’air passe sur nos tombes / À travers les vertes haies vives. –

Un doch : mànkmol isch’s, mr chännt d’Ewigkeit versteh, / Mit em Hàrz begriffe : / Wenn me das heimlige Rüsche n als heert in de Gàrte duss.

Et pourtant : c’est comme si parfois on pouvait comprendre l’éternité, / La saisir avec son cœur : / Quand dehors dans les jardins on entend le bruissement secret.

(Trad. Guillevic)

‘S HÄRBSCHTFIR

‘Härbschtfir / Feux de l’automne

So isch dr Härbscht in’s Därfle chu : /Z’erscht het er duss im Wall e Büeche n azunge. / Derno isch’s Fir witergschprunge. – / Bäum noh Bäurn isch in’s Brenne chu.

Derno sin alli Wàlder im Flackere gsi. /‘s ganze Fàll isch agange, / In einere Chlüet in isch’s gschtange. / Ei gross mäilig Fir isch das gsi !

Das het si dr Rai abegwälzt, ‘s Därfle i. / Das flackerige Guld het iber d’ Hiser gschlage, / Iber e Schiretor, iber e Dilewage, / ‘s het grislet züe alle Faischter i.

Wer weiss, was es no mag gàh ? – / Z’ letscht tien mr no im Därfle verbränne. / Nit emol ass mr meh flichte chänne / Wenn das Härbschtfir so tüet obhand nàh !

‘S WITERLABE NOH N EM TOD

‘s Witerlàbe noh n em TodNous revivrons peut-être

Un wenn mr emol tot sin, / Villicht ass mr no witerlàbe tien / So in allem wu scheen isch.

Et quand nous serons morts, / Nous revivrons peut-être / Dans tout ce qui est beau.

Villicht ass mr do sin / Im Làbe, wu im junge Chorn tribt, / In dàne Millione n un Millione / Vo chleine Pflànzle / Wu stupfle n im wite Fàll.

Nous serons peut-être / La vie qui monte dans le jeune blé, / Dans cette multitude / De petites pousses / Qui germent au loin par les champs.

Villicht ass mr lebàndig sin / In dr Chraft vom Wing, wu dur ‘s Holz geht, / Ass si d’Eichbaim biege, / Un im gsunge Bliehje vo de Maie n im e Büregarte.

Nous serons peut-être / La force du vent, qui va par les bois, / En courbant les chênes, / Et les simples et saines fleurs De quelque jardin paysan.

Villicht ass mr no witerlàbe tien / In allem wu scheen isch, / In allem wu lebàndig isch.

Nous revivrons peut-être / Dans tout ce qui est beau, / Dans tout ce qui vit .

        (Trad. Jean-Paul de Dadelsen)

SCHWANGERI FRAU

Schwangeri FrauFemme enceinte

Dü schwangeri Fräu, wu de dur ’s Chornfàll läufsch, / Dü bisch jo sàlber gsàgnet wie das Fàll. –

An dir isch’s unbegriffene Wunder gscheh : / Üs dir wird jung e Làbe n üfersteh / Ass wie im Stupfle vo dàm Weise do.

Un witer wird das läufe so dur d’ Gschlàchter, / Dur alli Zit, das ewige heilige Làbe : / E Trutz im Tod ! E Glàchter üf dr Tod ! / E Trutz de Chilchhef un e Trutz de Gräber !

Dü schwangeri Fräu, wu de dur ’s Chornfàll läufsch, / Dü bisch e Chelch vo aller Ewigkeit !

UF D’ NACHT I DR FREMDI

Uf d’Nacht in dr Fremdi / La nuit, en terre étrangère

‘s wird Nacht. – E jedes Tierle zieht’s / Dr Haimet züe, züem wareme Nàscht. – / Dr Bür stellt jetz si Pflüeg in Schopf, / Dr Wàber losst si Wàbstüehl steh, / Doch ich, ich gang nit heim.

Un dü, dü sitsch am Faischter jetz / Un lüegsch ass wie dr Nàbel käit / Üf Hüs un Schire, Wall un Wàg ; / De grinsch un gehsch verstümt in’s Bett. – / Un ich, ich chumm nit heim.

WIE LISLIG ASS DR SCHNEE

Wie lislig ass dr Schnee doch käit Comme elle tombe, la neige

Wie lislig ass der Schnee doch käit / Dur d’ langi, langi Winternacht. / So still ligt ‘s Därfle do. – / I dànk an di! /

‘s isch kei Mensch meh üf dr Stross, / Un d’ Faischterle hai alli Liecht. / Wie mien do waremi Stube si. – / I dànk an di!

I dànk : wie miesst’s mr wohl doch si / Bi dir, wu warem e Firle rurt, / Wenn i di numme läufe säch. – / I dànk an di!

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